Förderverein Marienkirche Rötha
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MARIENKIRCHE RÖTHA E.V.

Liebe Mitglieder und Freunde,

Die Vielfalt unserer Veranstaltungen wurde gestern, am 15. April, bereits um ein besonderes Angebot ergänzt:

mit der spanischen Künstlerfamilie Celada (Sopran / Mezzosopran / Flöte / (spanischer) Dudelsack / Orgel) fand ein Konzert zum Gedenken für den 1928 in Rötha geborenen Dr. Günther Krause statt, der seit den 1950er Jahren als Rechtsanwalt in (West-)Berlin lebte, im Dezember 2011 in Berlin verstarb und auf dem St. Marienfriedhof in Rötha beigesetzt wurde. Veranstaltet wurde dieses Konzert von der Familie des Verstorbenen. Sie hat damit auf ganz besondere Weise auch die weitere Restaurierung unserer Kirche unterstützt, wofür wir uns auch auf diesem Weg noch einmal sehr herzlich bedanken.

Hinweisen möchten wir jetzt noch auf folgendes weitere, besondere Angebot:

Genau zwei Monate später, am Freitag, dem 15. Juni, können Sie ab 19.00 Uhr - ebenfalls in der Marienkirche - im Rahmen des von der Sparkasse Leipzig geförderten Musikfestivals "SOMMERTÖNE" das Trio Ex Aequo mit Gerald Fauth, Klavier / Matthias Wollong, Violine / Matthias Moosdorf, Violoncello erleben.

"Aufheben und wiederkommen": denn unter diesem Motto laden wir wieder ganz besonders herzlich zu unserem traditionellen Mendelssohn-Festkonzert mit anschließendem Vereinsfest im Pfarrgarten schon eine Woche später, für Samstag, den 23. Juni, 15.30 Uhr ein und: gegen Vorlage Ihrer SOMMERTÖNE-Eintrittskarte reduziert sich der Kartenpreis für dieses Konzert auf die Hälfte!

In "eigener Sache" erlauben wir uns schließlich noch die folgende Anmerkung.

Vor genau 130 Jahren (1882) wurde die - hölzerne - Außentreppe zu der über der Sakristei unserer Kirche gelegenen, ehemaligen Patronatsloge abgebrochen - weil sie nach fast 300 Jahren baufällig geworden war! Als Ersatz wurde die heute vorhandene Treppe im Inneren eingebaut. Zwei Versuche (1937 und 1958), den ursprünglichen Zustand durch Errichtung einer neuen äußeren Zugangstreppe wiederherzustellen, scheiterten an der Finanzierung.

Nach konstruktivem Ringen hat der Kirchenvorstand jetzt einen "3. Anlauf" für einen Treppenneubau beschlossen - unter der Voraussetzung, dass wir als Förderverein das dafür erforderliche Geld aufbringen.

Nachdem Ausführungsvarianten in Stahl und Holz verworfen wurden, hat sich in Abstimmung zwischen der Kirchgemeinde, unserem Mitglied und Architekten Uwe Herrmann, dem Büro für Denkmalpflege Dr. Schneider & Küster und der Denkmalbehörde übrigens die auf der Vorderseite abgebildete Variante in Stein durchgesetzt. Wir finden, dass sich der schlanke und zurückhaltend-moderne Treppenbau in seiner Schlichtheit sehr gut einfügt und freuen uns auf Ihre Hilfe, mit der wir dieses letzte größere Projekt an der Marienkirche noch in diesem Jahr beginnen wollen, um die Herrschaftsloge mit der musealen Präsentation des Friedenszimmers von Schloss Rötha schon 2013 in die Gedenkfeiern aus Anlass der Völkerschlacht zu Leipzig vor 200 Jahren einbeziehen zu können.

Der eine oder andere von Ihnen wird möglicher Weise sagen: "Es gibt Wichtigeres ...". Und mit Blick auf die in diesem Zusammenhang immer wieder angesprochenen leeren öffentlichen Kassen mag das tatsächlich zutreffen. Aber: hätten wir es mit einem solchen Argument erreicht, dass unsere Kirche und ihre Orgel schon 2008 so weit restauriert waren, dass sie wieder feierlich in Dienst gestellt werden konnten und ist es nicht eine der schönsten und wichtigsten Errungenschaften der friedlichen Revolution von 1989, dass sich ein jeder für das, was ihm wirklich am Herzen liegt, in Freiheit persönlich engagieren kann? In diesem Sinne ermuntere ich jeden, sich für Dinge, die ihm am Herzen liegen, persönlich zu engagieren. Als Förderverein tun wir dies für die Restaurierung und Erhaltung der Röthaer Marienkirche - einem bauhistorischen Kleinod, das mit dem strahlenden Klang seiner Silbermannorgel seit fast 300 Jahren ebenso Gelegenheit zu Andacht und Besinnung wie zu Abschied und Trauer sowie Freude und Hoffnung bietet.

In diesem Sinn möchten wir Sie mit den erneuernden, belebenden Kräften des Frühlings ermuntern:

tragen Sie mit "Treppenspenden" oder sogar als Namensgeber für eine Stufe dazu bei, dass wir in einem "3. Anlauf" das schaffen, was unsere Vorgänger in wirtschaftlich gewiss nicht besseren Zeiten immerhin versucht haben!
Namensgeber für eine der insgesamt 25 Stufen können Sie übrigens gegen eine Spende von
1.000 € werden, zu der Sie sich auch gern als Familie oder mit Freunden zusammenschließen können.

Ihr Stephan Eichhorn


Marienkirche Rötha Marienkirche Rötha





Marienkirche Rötha Treppenneubau

Liebe Mitglieder und Freunde

"Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen."
(Hermann Hesse, "Stufen")

So manche Stufen haben wir in den zurückliegenden Jahren schon genommen und die schönen Worte von Hermann Hesse können und sollen uns Ansporn sein, die Restaurierung unserer Kirche bis 2013 zu einem Abschluss zu bringen. Nach Orgel, Kirchemaum und Sakristei sind die Arbeiten an den Ganzfiguren über dem Rundbogenaufsatz des Altars sowie zur Totalrekonstruktion des Schalldeckels über der Kanzel "auf guten Wegen". Wenn alles planmäßig verläuft, werden Altar und Kanzel schon 2012 wieder vervollständigt sein! Von einer letzten "Vision" zu greifbarer Wirklichkeit geworden, bleibt uns noch die Wiederherstellung der Patronatsloge über der Sakristei und einer neuen, bauordnungsrechtlichen Vorschriften entsprechenden Außentreppe dorthin. Restauratorische Voruntersuchungen des Logemaumes sind bereits erfolgt und an Gestaltungsideen, wie der hier abgebildeten unseres Mitgliedes Uwe Hermann für den neuen Zugang mangelt es nicht. Und: für eine Übergangszeit soll der Raum schon ab 2013 zur musealen Präsentation ausgewählter Ausstattungsobjekte aus dem Friedenszimmer von Schloss Rötha genutzt werden. Denn immerhin wurde vor 200 Jahren in Rötha ein Stück europäischer Geschichte (mit-)geschrieben, als der Kaiser von Russland und der Kaiser von Österreich sogar im Schloss wohnten und gemeinsam mit Friedrich Wilhelm III. von Preußen im Friedenszimmer tagten! Verantwortlich für die geplante Präsentation zeichnet übrigens der erst im vergangenen Jahr gegründete "Förderverein Rötha Gestern Heute Morgen e.V.", der sich neben anderen Zielen zunächst und insbesondere der Vorbereitung der Gedenkfeiern anlässlich der Völkerschlacht vor 200 Jahren verschrieben hat und mit dem sich eine sehr erfreulich Zusammenarbeit entwickelt. Die ältere und jüngere Historie von Rötha wurde uns in diesem Jahr schon sehr vielfältig in mehreren Vorträgen anlässlich der Festwoche zur Grundsteinlegung für unsere Kirche vor 500 Jahren vermittelt, von denen hier der Festvortrag unseres verehrten Mitgliedes Heinrich Freiherr v. Friesen besonders hervorgehoben sei.

Erreicht haben wir mit 7 Festwochen- und 11 weiteren Veranstaltungen in diesem Jahr mit rund 1.200 Besuchern ein besonderes breites Publikum. Die Thomaner werden 2012 nicht wieder nach Rötha kommen und eine Festwoche wird es sicherlich erst wieder in 7 Jahren geben, wenn sich die Weihe unserer Kirche zum 500. Mal jährt. Lassen Sie uns dennoch bereit bleiben und sich mit unserem Tun und unserem auch für das neue Jahr folgenden Programm einladen und mitnehmen 11ZU Aufbruch ... und Reise" die uns auch weiter "lähmender Gewöhnung ... entraffen" mögen.

Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachtstage und ein gutes, vor allem aber gesundes und friedliches Jahr 2012,

Ihr Stephan Eichhorn

Ein gesegnetes Weihnachtsfest
und ein gesundes, friedvolles Neues Jahr
2012


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